Die Geschäfte beim Münchener Triebwerkshersteller MTU Aero Engines laufen weiterhin wie geschmiert. Auch im dritten Quartal konnte der Konzern Umsatz und Gewinn stärker steigern als vom Markt erwartet. Gleichzeitig präzisierten die Münchener ihre Jahresziele. Die Aktie notiert unweit ihres Rekordhochs knapp unterhalb der 400-Euro-Marke.
Der Münchener Triebwerkshersteller MTU Aero Engines kann sich über mangelnde Aufträge weiterhin nicht beschweren. Zwar sank der Auftragsbestand im gerade abgelaufenen dritten Quartal gegenüber dem Auftragsbestand zum Jahresende 2024 aufgrund von Währungseffekten auf 24,1 Milliarden Euro, doch sichert das hohe Auftragsvolumen den Umsatz weiterhin auf mehrere Jahre hinaus ab.
Die Erlöse stiegen im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 12,4 Prozent auf 2,13 Milliarden Euro, während der bereinigte operative Gewinn um rund 24 Prozent auf 339 Millionen Euro kletterte. Der Nettogewinn stieg um mehr als 18 Prozent auf 250 Millionen Euro. Mit den Zahlen konnte der Triebwerkshersteller die Markterwartungen klar übertreffen. Nach neun Monaten blicken die Münchener nun auf Umsätze von 6,33 Milliarden Euro, was 20 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahrs liegt. Der bereinigte operative Gewinn liegt nach neun Monaten bei 995 Millionen Euro und damit 34 Prozent höher als in der Vergleichsperiode des Vorjahrs. Beim Erreichen der Jahresziele sieht sich der Konzern „klar auf Kurs“ und präzisierte diese etwas. Der bereinigte operative Gewinn soll nun um einen mittleren 20er-Prozentbereich steigen, womit das obere Ende der bisher prognostizierten Spanne eines Anstiegs im niedrigen bis mittleren 20er-Prozentbereich erreicht werden könnte. An seiner Umsatzprognose hielt der Konzern fest und peilt unverändert Erlöse zwischen 8,6 Milliarden und 8,8 Milliarden Euro an.
Das Triebwerksgeschäft läuft überaus gut. Ob Businessjet, Kurz- und Mittelstrecken- oder Großraumflugzeug – MTU ist in allen Schub- und Leistungsklassen vertreten. Der Umsatz in diesem Segment liegt nach neun Monaten bei 2,06 Milliarden Euro und damit um 15 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahrs. Laut MTU fliegen derzeit etwa 30 Prozent aller weltweit aktiven Flugzeuge mit MTU-Technik.
Der wichtigste Geschäftsbereich ist mit einem Anteil von knapp 69 Prozent am Gesamtumsatz jedoch weiterhin die Zivile Instandhaltung – hier liegen die Erlöse nach neun Monaten bei 4,3 Milliarden Euro und damit 20 Prozent über dem Vorjahreswert. Laut MTU vertrauen weltweit über 270 Airlines sowie Leasingfirmen und Triebwerkshersteller auf die Expertise der Münchener. Die beiden großen Flugzeugbauer Airbus und Boeing kommen mit der Produktion kaum nach und können die hohe Nachfrage der Fluggesellschaften zurzeit nicht erfüllen – unter anderem weil die Triebwerkshersteller bereits an ihrer Kapazitätsgrenze produzieren. Deshalb bleiben alte Flugzeuge länger in Betrieb und müssen öfter gewartet werden, was für MTU jedoch attraktiv ist, weil die Wartung und die Ersatzteile sehr margenträchtig sind.
Dass sich das Umfeld für MTU in naher Zukunft ändern wird, ist kaum zu erwarten. Erst Anfang des Jahres gab der Münchener Triebwerkshersteller einen Ausblick bis 2030 und prognostizierte Umsätze zwischen 13 und 14 Milliarden Euro, was auf Basis der 2024er-Zahlen ein Anstieg zwischen 73 und 87 Prozent bedeuten würde.
Die Aktie von MTU Aero Engines kennt seit mehr als zwei Jahren mit Ausnahme einiger kleinerer Verschnaufpausen und dem Taucher im April im Grunde nur eine Richtung: nach oben. Anfang Oktober ging es auf den bisherigen Bestwert von 399,50 Euro aufwärts. Die Aktie kam in den vergangenen Tagen zwar etwas zurück, sprang mit der Bilanzvorlage jedoch wieder etwas an. In einem freundlichen Marktumfeld sollte das Überqueren der runden 400-Euro-Marke möglich sein. Wird hingegen die aktuell bei 349,27 Euro verlaufende 200-Tage-Linie unterschritten, könnte die Stimmung zumindest kurzfristig etwas kippen.
Die Aktie von MTU Aero Engines kennt seit mehr als zwei Jahren mit Ausnahme einiger kleinerer Verschnaufpausen und dem Taucher im April im Grunde nur eine Richtung: nach oben. Anfang Oktober ging es auf den bisherigen Bestwert von 399,50 Euro aufwärts. Die Aktie kam in den vergangenen Tagen zwar etwas zurück, sprang mit der Bilanzvorlage jedoch wieder etwas an. In einem freundlichen Marktumfeld sollte das Überqueren der runden 400-Euro-Marke möglich sein. Wird hingegen die aktuell bei 349,27 Euro verlaufende 200-Tage-Linie unterschritten, könnte die Stimmung zumindest kurzfristig etwas kippen.



